{"id":9499,"date":"2018-03-07T16:45:05","date_gmt":"2018-03-07T15:45:05","guid":{"rendered":"https:\/\/info.gwdg.de\/news\/en\/?p=9499"},"modified":"2018-03-07T16:45:05","modified_gmt":"2018-03-07T15:45:05","slug":"mehr-rechenleistung-fuer-norddeutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/info.gwdg.de\/news\/mehr-rechenleistung-fuer-norddeutschland\/","title":{"rendered":"Mehr Rechenleistung f\u00fcr Norddeutschland"},"content":{"rendered":"<h4>Wissenschaftler erhalten Supercomputer im HLRN-Verbund \u2013 Vertrag in G\u00f6ttingen unterzeichnet<\/h4>\n<p>(pug) Zur Unterst\u00fctzung der Spitzenforschung beschafft der Norddeutsche Verbund f\u00fcr Hoch- und H\u00f6chstleistungsrechnen (HLRN-Verbund) einen neuen Supercomputer, der mit knapp einer Viertelmillion Rechenkernen etwa sechsmal schneller als das bisherige System ist. Damit werden k\u00fcnftig noch pr\u00e4zisere Modellrechnungen m\u00f6glich, beispielsweise in der Umweltforschung, den Lebens-, Material- und Ingenieurwissenschaften sowie in der Grundlagenforschung in Physik, Chemie und Mathematik. Die Firma Atos in Deutschland wird den neuen Computer f\u00fcr den HLRN-Verbund in Berlin und G\u00f6ttingen installieren. Betreiber sind wie bisher das Zuse-Institut Berlin (ZIB) und erstmals die Universit\u00e4t G\u00f6ttingen. An den Investitionskosten von insgesamt etwa 30 Millionen Euro an beiden Standorten beteiligt sich das Land Niedersachsen mit f\u00fcnf Millionen Euro.<\/p>\n<p>\u201eHochleistungsrechner haben sich l\u00e4ngst zu einer Schl\u00fcsseltechnologie f\u00fcr unsere Wissenschaftslandschaft entwickelt \u2013 exzellente Forschungsleistungen sind in den meisten Disziplinen ohne sie inzwischen undenkbar\u201c, sagte Dr. Sabine Johannsen, Staatssekret\u00e4rin im Nieders\u00e4chsischen Ministerium f\u00fcr Wissenschaft und Kultur, bei der Vertragsunterzeichnung in G\u00f6ttingen. \u201eDer Leistungszuwachs des neuen Systems ist beeindruckend. Die M\u00f6glichkeiten, die sich daraus f\u00fcr die Weiterentwicklung der norddeutschen Spitzenforschung ergeben, sind vielversprechend.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDer neue Rechner stellt eine deutliche Leistungssteigerung f\u00fcr den Standort G\u00f6ttingen und den gesamten HLRN-Verbund dar\u201c, so Prof. Dr. Norbert Lossau, Vizepr\u00e4sident f\u00fcr Infrastrukturen der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen. \u201eDie Gesellschaft f\u00fcr wissenschaftliche Datenverarbeitung G\u00f6ttingen betreibt seit vielen Jahren Ressourcen f\u00fcr wissenschaftliches Rechnen. Wir freuen uns, dass diese Kompetenz nun f\u00fcr den Betrieb des HLRN-Rechners genutzt wird.\u201c<\/p>\n<p>Der neue Supercomputer HLRN-IV hat eine Leistung von etwa 16 PetaFlop\/s. Das System basiert gr\u00f6\u00dftenteils auf Intel Xeon-Prozessoren der Cascade Lake-Generation. Insgesamt umfasst der Rechner etwa 244.000 Prozessorkerne. Die erste Phase der Installation beginnt im Herbst 2018, im Jahr 2019 folgt der Vollausbau. Die Betriebskosten f\u00fcr beide Standorte \u00fcber f\u00fcnf Jahre liegen bei insgesamt etwa 20 Millionen Euro, die von den L\u00e4ndern aufgebracht werden.<\/p>\n<p>Seit der Installation des ersten Supercomputers HLRN-I im Jahr 2002 verfolgt der HLRN das Konzept mit zwei Betreiberstandorten. Neben dem bisherigen Betreiber ZIB kommt die Universit\u00e4t G\u00f6ttingen als Betreiber nun erstmals hinzu. Mit der Gesellschaft f\u00fcr wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH G\u00f6ttingen (GWDG) besitzt die Universit\u00e4t ein gemeinsames Rechen- und IT-Kompetenzzentrum mit der Max-Planck-Gesellschaft. Beide Betreiberzentren verf\u00fcgen \u00fcber langj\u00e4hrige technische und organisatorische Erfahrung im Betrieb und in der Weiterentwicklung von Hoch- und H\u00f6chstleistungsrechnern. Eine dedizierte, redundant ausgelegte Glasfaserleitung wird zwischen Berlin und G\u00f6ttingen die gemeinsame systemtechnische Betreuung von beiden Seiten sicherstellen.<\/p>\n<p>Im HLRN-Verbund schlossen sich 2001 die L\u00e4nder Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein zusammen, um den wachsenden Bedarf der Wissenschaft an Rechen- und Speicherkapazit\u00e4t zu adressieren. Im Jahr 2012 stie\u00df das Land Brandenburg hinzu. In der deutschen Landschaft f\u00fcr Hochleistungsrechnen bildet der Verbund eine Ausnahme, indem er den wissenschaftlichen Bedarf von sieben Bundesl\u00e4ndern mit insgesamt 120 Hochschulen und 171 Forschungseinrichtungen b\u00fcndelt. Der HLRN verfolgt das Ziel, das Hochleistungsrechnen im Interesse der Wissenschaft nachhaltig weiterzuentwickeln und durch spezialisierte Dienstleistungen f\u00fcr die Spitzenforschung nutzbar zu machen.<\/p>\n<p>Atos ist ein weltweit f\u00fchrender Anbieter f\u00fcr die digitale Transformation mit etwa 100.000 Besch\u00e4ftigten in 72 L\u00e4ndern und einem Jahresumsatz von rund 13 Milliarden Euro. Als europ\u00e4ischer Marktf\u00fchrer f\u00fcr Big Data, Cyber Security, High Performance Computing und Digital Workplace unterst\u00fctzt Atos Unternehmen mit Cloud Services, Infrastruktur- und Datenmanagement sowie Business- und Plattforml\u00f6sungen. Hinzu kommen Services der Tochtergesellschaft Worldline, dem europ\u00e4ischen Marktf\u00fchrer f\u00fcr Zahlungsverkehrs- und Transaktionsdienste. Atos begleitet die digitale Transformation von Kunden aus so unterschiedlichen Marktsegmenten wie dem Bankensektor, der Bildung, Energie und Versorgung, Gesundheit, Produktion, Telekommunikation, Transport und Logistik sowie Versicherungen. Der Konzern ist der weltweite IT-Partner der Olympischen und Paralympischen Spiele. Atos SE ist an der Pariser B\u00f6rse als eine der 40 f\u00fchrenden franz\u00f6sischen Aktiengesellschaften notiert.<\/p>\n<p>Weitere Informationen sind unter <a href=\"https:\/\/www.hlrn.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"external\">www.hlrn.de<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.gwdg.de\" class=\"external\" rel=\"nofollow\">www.gwdg.de<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.atos.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"external\">www.atos.net<\/a> zu finden.<\/p>\n<h6><em>(Text: <a href=\"http:\/\/www.uni-goettingen.de\/de\/3240.html?cid=6088\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"external\">Presseinformation Nr. 55\/2018 der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen vom 07.03.2018<\/a>)<\/em><\/h6>\n<h6><em>\u00a0<\/em><\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wissenschaftler erhalten Supercomputer im HLRN-Verbund \u2013 Vertrag in G\u00f6ttingen unterzeichnet (pug) Zur Unterst\u00fctzung der Spitzenforschung beschafft der Norddeutsche Verbund f\u00fcr Hoch- und H\u00f6chstleistungsrechnen (HLRN-Verbund) einen neuen Supercomputer, der mit knapp einer Viertelmillion Rechenkernen etwa sechsmal schneller als das bisherige System ist. 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