Meine TSM-Sicherung läuft sehr langsam, was kann ich tun?


Ausführliche Frage:

Wenn ich Daten mit TSM sichere, dauert dies ziemlich lange.

- Woran liegt das?

- Was kann ich zur Beschleunigung tun?

 

Antwort:

Die Menge an Einflußfaktoren, die die Leistung des TSM-Clients bestimmen sind so zahlreich, dass die IBM einen eigenen "Performance Tuning Guide" zum Thema verfasst hat. Nachfolgend können wir daher nur ein paar wenige allgemeine Tips geben. Eine ausführlichere Beschreibung findet sich im Wiki.

 

Abhilfe:

  • Prüfen Sie, ob die TSM-Sicherung Ihren Rechner an Leistungsgrenzen bringt:
    • Der Windows-RessourcenManager zeigt die Auslastung an
    • Unter Linux ist "top" vebreitet, der "NMON"[1] liefert aber wesentlich mehr und detailliertere Informationen, er erlaubt beispielsweise auch das Monitoren der Festplattenaktivität.
  • Prüfen Sie welche Daten Sie wirklich sichern wollen:
    • Der "SYSTEM STATE" bei Windows-Systemem ist sowohl umfangreich wie nur für den Restore des Betriebssystems notwendig. Wollen Sie nur die Daten sichern, verzichten Sie auf den "SYSTEM STATE".
    • Gleiches gilt für den "WINDOWS"-Ordner:
      hier liegen keine Nutzer-Daten, möglicherweise aber zahlreiche temporären Dateien, die sich natürlich häufig ändern.
    • Der "Program Files"- bzw. "Program Files (x86)"-Ordner unter Windows enthält ebenso wie "/usr" bei Linux/Mac/BSD nur die Programme, die sich meist schneller neu installieren lassen als aus dem Backup restaurieren lassen (zumal bei Windows dann noch die Registry-Einträge fehlen).
    • Nutzen Sie die "exclude.dir"-Option zum Ausschließen ganzer Verzeichnisse statt "exclude /<Verzeichnisnahme>/*", der Mustervergleich ist wesentlcih langsamer.
    • Der Abgleich der Zugriffsrechte kostet ebenfalls Zeit. Falls diese nicht so wichtig sind, kann die Option "SKIPACLNUPdate YES" etwas Durchsatz bringen.
  • Nutzen Sie die Methoden zum effizienten Backup, sprich nutzen Sie die Auslagerung auf Platte, wenn der Client den virtuellen Dateibaum aufbaut [3]
  • Erstellen Sie einen Tracing-Report, um die Verteilung der Prozess und Zeiten tz erfassen:
    • Rufen Sie den Backup-Client mit der Option "-testflag instrument:detail" auf oder nehme sie die passende Option in die "dsm.sys" bzw. "dsm.opt" auf:
      TESTFLAG  INSTRUMENT:DETAIL
      Die Reportdatei liegt im Ordner der "dsm.sys" bzw. "dsm.opt" und trägt den Namen "dsminstr.report.p<PID>".
  • folgt :-)

 

Hintegrundinformationen:

Letzte Änderung:
2016-06-14 09:32
Verfasser:
Bjoern Nachtwey
Revision:
1.5
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