Was muss ich beim Posterdruck beachten?


Zuerst muss man sich darüber im klaren sein, wie groß das Poster werden soll. Als Standardgröße für Poster wird in der Regel DIN A0 (841 mm x 1198 mm) verwendet. Je nach Vorgaben und Anwendungszweck sind aber auch andere Größen denkbar. Beachten sollten Sie nur, dass die maximal bedruckbare Breite bei unseren Posterdruckern bei 90 cm (HP T790ps, HP T1300ps) bzw. 106 cm (HP Z6100, Canon W8200pg, Canon iPF8100) liegt. Unser GWDG-Postscript-Druckertreiber bietet folgende Postergrößen an:
A2
A1
A0
90cm x 90cm
90cm x 127cm
90cm x 180cm
90cm x 270cm
90cm x 360cm
106cm x 106cm
106cm x 150cm
106cm x 212cm
106cm x 318cm
106cm x 424cm
Dabei ist zu beachten, dass der Druckertreiber einen Rand von einem Zentimeter oben, unten, rechts und links hat, der nicht bedruckt werden kann. Wenn Sie DIN A0 einstellen, so haben Sie nur eine bedruckbare Fläche von 1169 mm x 821 mm zur Verfügung! Sollten Sie unbedingt einen Ausdruck in der Größe 841 mm x 1198 mm brauchen (z.B. weil das Poster in einen DIN A0-Rahmen eingebaut werden soll), so stellen Sie einfach im Druckertreiber das nächst größere Format (in diesem Fall: 90cm x 127cm) ein. Beim Ausdrucken dürfen Sie dann auf keinem Fall die Funktion "An Seitengröße anpassen" verwenden.

Falls Sie Ihr Poster nach dem Ausdruck laminieren lassen möchten, so darf es höchstens 90 cm breit sein, weil breitere Poster nicht mehr durch unser Laminiergerät passen.
Als nächstes sollten Sie sich darüber Gedanken machen, welche Software Sie zum Erstellen Ihres Posters werwenden wollen. In der Regel eignen sich dazu die meisten Textverarbeitungsprogramme (wie z. B. Microsoft Word) überhaupt nicht, weil bei ihnen die Seitengröße auf maximal DIN A3 (420 mm x 297 mm) beschränkt ist. Besser geeignet wären da schon Programme wie Microsoft PowerPoint oder Microsoft Publisher. Profis benutzen zum Erstellen Von Postern sog. "Öffnet einen externen Link im neuen FensterVektorgrafik-Programme", wie z. B. CorelDraw, Adobe illustrator oder Canvas. Wem diese Programme aber zu teuer sind, der sollte sich einmal die kostenlosen Vektorgrafik-Programme Inkscape und Scribus anschauen. Wer möchte, kann sein Poster auch mit einem pixelorientiereten Grafikprogramm (wie z. B. Gimp oder Adobe Photoshop) erstellen. Dabei muss man aber beachten, dass das Datenvolumen dann sehr groß wird: ein DIN A0-Poster in 600 dpi Auflösung braucht über 1,6 GB an Speicherplatz!
Wenn Sie sich entschieden haben, mit welcher Software Sie Ihr Poster erstellen möchten, so richten Sie es bitte gleich in der Größe ein, in der es auch gedruckt werden soll.
Damit Sie nachher beim Ausdruck keine böse Überraschung erleben, sollten Sie bei Pixelgrafiken (z.B. bei Fotos oder Instituts-Logos) unbedingt darauf achten, dass diese eine entsprechend hohe Auflösung haben. Bitte kommen Sie nicht auf die Idee, sich z. B. ein 200 x 300 Pixel großes Bild von Ihrer Institus-Homepage zu holen und dieses dann in 20 cm x 30 cm in Ihr Poster einzubauen. In diesem Fall hätte Ihr Bild dann im Druck eine Auflösung von nur 25 dpi! Das Ergebnis wäre nachher extrem häßlich, weil man jedes Pixel als Klötzchen sofort sehen würde. Wenn man eine im Offset-Bereich übliche Auflösung von 300 dpi zu Grunde legt, bräuchten Sie für ein gut aussehendes Bild eine Auflösung von 2400 x 3600 Pixel, was der Auflösung einer 8,6 Megapixel-Digitalkamera entsprechen würde.
Bei einfacher gestalteten Bildern (wie z.B. bei den meisten Instituts-Logos) ist es besser, diese als Vektorgrafik einzubauen, weil man derartige Grafiken ohne Qualitätsverluste vergrößern kann. Nur können leider nicht alle Programme mit Verktorgrafiken umgehen.
Für das Ausdrucken Ihres Posters ist es am einfachsten, wenn Sie sich einen unserer Posterdrucker auf Ihren PC einrichten. Eine Anleitung dazu finden Sie unter "Nutzung der GWDG-Drucker".
Unsere Posterdrucker sind stets mit der gleichen Rollenbreite bestückt. Wenn Sie z. B. ein Poster im DIN A0-Format über die Warteschlange "poster" ausdrucken, so wird dies auf 106 cm breiten Papier gedruckt. Daher haben Sie auf Ihrem Ausdruck links einen ca. 20 cm breiten, unbedruckten Rand, den Sie noch wegschneiden müssen. Das Zuschneiden können Sie sich wesentlich erleichtern, wenn Sie Ihr Poster mit einem dünnen schwarzen Rahmen versehen. Entsprechende Schneidemaschinen finden Sie sowohl bei der GWDG als auch im LRC und in der Bereichsbibliothek Physik.

Ein Hinweis für Linux/UNIX-Nuzter:
Alle unserer Posterdrucker können intern jpg-Datien verarbeiten. Sollte Ihr Poster im jpg-Fromat vorliegen, dann können Sie dieses von einem unserer UNIX-dialogserver (z.B. gwdu60.gwdg.de) einfach mit dem lpr-Kommando zu einem unserer Posterdrucker schicken:

lpr -Pposter poster.jpg

Zuvor sollten Sie sich versichern, dass in den Metadaten Ihrer jpg-Datei auch die richtige Seitengröße eingetragen ist. Auf der gwdu60 geht das mit dem identify Kommando:

gwdu60> identify -verbose poster.jpg
Image: poster.jpg
Format: JPEG (Joint Photographic Experts Group JFIF format)
Mime type: image/jpeg
Class: DirectClass
Geometry: 10800x10800+0+0
Resolution: 300x300
Print size: 36x36
Units: PixelsPerInch

In diesem Beispiel hat poster.jpg eine Anzahl von 10800x10800 Pixel. Bei der in der Datei angegebenen Auflösung von 300x300 PixelsPerInch wird diese Datei in 36 x 36 inch (etsprechend 91,44 cm x 91,44 cm) Größe gedruckt.
Bei diesem Verfahren brauchen Sie sich auch nicht um irgendwelche DIN-Formate zu kümmern. Ihr Poster darf nur nicht breiter als die Papierrolle (106 cm) sein. Sollte Ihr Poster im A0 querformat vorliegen, so müssen Sie es zuvor um 90 Grad ins hochformat drehen. Das geht z.B. mit dem convert-Kommando:

gwdu60> convert -rotate 90 Poster_quer.jpg Poster_hoch.jpg

Tags: Drucken
Letzte Änderung:
2016-10-20 12:51
Verfasser:
Stephan Hilker
Revision:
1.1
Durchschnittliche Bewertung: 2.5 (2 Abstimmungen)

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